EAT OUT : KAI, Mayfair, London


Das Entrée des Restaurants KAI in Mayfair könnte auch ein Obstladen sein. Rote, polierte Äpfel liegen in einem Regal und strahlen die Gäste regelrecht an. Doch schnell wird klar, dass es ein chinesisches Sterne-Restaurant ist.

Die Empfangsdame, gekleidet in der aktuellen Shanghai Tang Kollektion, begleitet uns zum Tisch. Ich musste ihr unbedingt  sagen, dass ihr schwarzes Cocktailkleid einfach zauberhaft ist und dass ihr geflochtener Gürtel dazu einfach der Knaller ist.

Wir sitzen. Vom Aquarium neben uns, schaut uns Nemo und Dori direkt auf die Teller. Die Peking Ente würden die Beiden wohl auch gerne essen. Das ist unsere Empfehlung Nummer 1. Der chinesische Klassiker besteht aus knuspriger Haut und Fleisch der Ente, Stiften von der Gurke und der Frühlingszwiebel getoppt mit Hoisin Sauce und dann umwickelt von kleinen Pfannkuchen. Einfach göttlich. Der überaus freundliche Kellner rollt die ersten Pfannkuchen, sodass man sieht wie es geht, danach darf man selber nach Lust und Laune belegen und rollen. Eine sehr interaktive Vorspeise, die sich auch für eine größere Gesellschaft eignet. Für zwei Personen ist eine halbe Ente völlig ausreichend. Sollte man eine weitere Vorspeise wollen, sind die “Wasabi Prawns” ein weiterer good choice. Die Garnelen sind mit Wasabi Mayonnaise ummantelt und werden auf einer Mangosalsa serviert. Nun zu den Hautgängen, die auch sehr schmackhaft sind. Wir sind ganz verrückt nach dem “Chicken Cashew Nuts”, das wir mit Koriander Fried Rice als Beilage essen.

Man sollte sich nach Vorspeise und Hauptgang unbedingt noch ein Dessert gönnen, denn diese stehen hier hoch im Kurs. Sie finden auch besondere Beachtung in der Speisekarte. Statt als letzte Seite, werden sie im KAI vor den Vorspeisen zu Beginn präsentiert und stehen direkt auf der zweiten Seite. Ungewöhnlich denkt man sich, doch irgendwie macht es Sinn. Zur Erklärung schreibt das Restaurant, dass sie Süßspeisen nicht vernachlässigen und als Nebensache ansehen, das unterscheidet sie von anderen Chinesen. Außerdem ist es eine orientalische Tradition, das Essen mit frischen Früchten zu beenden. Das KAI nimmt sich dieser Tradition an und setzt die exotischen Früchte in einen modernen und gleichzeitig köstlichen Kontext. Beispielsweise die asiatische Durianfrucht, die man sonst eher nicht auf einer Menükarte liest. Diese Frucht riecht so streng und intensiv, dass die meisten Küchenchefs ihre Finger davon lassen, doch Alex Chow, der Head Chef des KAI, zaubert daraus ein deliziöses Durian-Vanille-Soufflé mit gesalzener Caramelsauce. Zum Dahinschmelzen. Wahrscheinlich genau mit diesen Kreationen hat sich das Restaurant einen Michelin Stern erkocht und erbacken.

Hier ein paar Impressionen vom Interieur des asiatischen Gourmettempels:

 

 

 

Passend zur Location habe ich meine orangefarbene Shanghai Tang Clutch aus Seide ausgeführt. Dieses Label ist in Deutschland weitestgehend unbekannt, aber wer asiatische Einflüsse in der Mode oder in der Einrichtung mag, sollte mal im Online-Shop oder im Londoner Store auf der Sloane Street vorbeischauen. Ich bin seit Jahren ein Fan von deren Duftkerzen, Taschen, Cashmerepullovern, Schmuckschatullen, Seidenkimonos, Jadeanhängern und den aufwendigen Mandarinkrägen, die ein immer wiederkehrendes Element in deren Kollektionen sind.


Ein weiteres Dessert, das man sich nicht entgehen lassen sollte: “Amedei Chocolate Fondant with Pistachio”, ein warmer Schokoladenkuchen mit flüssigem Inhalt, dazu Eis und Staub von der Pistazie. Unglaublich lecker und ein Muss für Schokoladen Liebhaber.


Kai Mayfair
65 South Audley Street
W1K 2QU London
www.kaimayfair.co.uk
http://de.wikipedia.org/wiki/Durian


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